Rummu - Paradies am Gefängnis

In Rummu fahren wir die Straße entlang. Am Strassenrand sind lauter Schilder mit „Zutritt Verboten und grosse Wände mit Stacheldraht. Zerfallene Gebäude und ein riesiger Sandhaufen prägen das Bild. Am Ende der Mauern geht eine kleine Straße ab, wir fahren vorbei an Kleingärten mit spießigen Gartenzwergen. Über uns fliegen zwei Kampfflugzeuge im Tiefflug. Was ist hier nur los? Im Reiseführer stand nur „Der See in Rummu lädt mit seinem klarem Wasser zum Baden ein“.

Lina macht erstmal einen Nachmittagsschlaf mit Mama und Babba guckt in die Geocache App. Ah, der riesige Sandhaufen ist von einem alten Kieswerk und daneben befindet sich ein altes Gefängnis. Genug Potenzial für ein paar tolle Caches. Ein Loch in der Mauer ist schnell gefunden und schon geht es rauf auf den Sandhaufen. Oben angekommen ist die Aussicht fantastisch. Die alte Kiesgrube ist mit klarem Wasser gefüllt, es ragen zerfallene Gebäude aus dem See und manche sind komplett unter Wasser. Nach der Tour berichte ich den beiden ausgeschlafenen Mädels und schon geht es noch eine Runde durch die Kiesgrube.

Einen Platz für die Nacht suchen wir am anderen Ende des Sees und werden auch schnell fündig. Eine Gruppe Taucher steigt gerade aus dem eiskalten Wassser und Lina schaut gespannt was die für lustige Sachen an haben. Am nächsten Tag ziehen wir wieder zum Cachen in Richtung Gefängnis. Bei unserer Tour durch die zerfallen Gebäude sehen wir jede Menge Graffitis. Man kommt sich schon vor wie auf einer Kunstausstellung.

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