Welcome to Nemunas

Die Masuren haben wir hinter uns gelassen und sind jetzt im schönen Litauen. Als erstes geht es nach Druskininkai an der Grenze zu Weissrussland. Die erste Nacht haben wir auf einem Parkplatz an der Strasse verbracht, wo um 2 Uhr mitten in der Nacht jemand an unseren Rocky klopft. Wir wissen erst gar nicht was los ist und von draussen klopft es weiter. Durch die Scheibe können wir nur wage ein Auto erkennen und schon leuchtet die Taschenlampe durch das Fenster. Es ist die Polizei! Wir springen aus dem Bett und öffnen das Fenster.

 

Der Polizist fragt uns: "You are sleeping here?"

Wir: "Yes" (Jetzt natürlich nicht mehr nach dem du uns wach gemacht hast!)

Polizist: "OK" und geht zum Auto und fährt wieder.

 

Lina hat von der ganzen Aufregung gar nichts mitbekommen und schlummert weiter in ihrem Bettchen. Wir können vor Aufregung erstmal nicht weiterschlafen.

 

Aber das sollte noch nicht die letzte Spannung an diesem Tag gewesen sein...

Nach einer wilden Fahrt mit Regen, starkem Wind und Hagel kommen wir in Druskininkai an. Was machen wir bloß bei diesem Wetter? Bis wir das Zentrum und einen Parkplatz gefunden haben, sind die Wolken auch schon weiter gezogen. Bei Sonnenschein können wir uns die Stadt angucken und ein paar Geocaches entlang der Sehenswürdigkeiten heben. Nach litauischen Zeppelinklössen, Baumkuchen und Kaffee geht es auf zum letzten Geocache.

In der Stadt gibt es ein altes Sanatorium was 2007 geschlossen wurde und seitdem auf den Abriss wartet. Die meisten Fenster und Türen im Erdgeschoss sind verschlossen und verbrettert. Bis auf eins:-). Etwas mulmig ist uns schon ob wir da wirklich rein gehen sollen, aber die Neugier siegt und schon stehen wir im ersten Raum des Sanatoriums. Eine spannende und gruselige Cachesuche beginnt. Die Flure sind leer, in den Zimmern stehen noch alte Liegen, Stühle und Betten. Tapete löst sich von den Wänden. Aus der Decke baumeln Neonröhren und Kabel. Alte Zeitschriften, Schuhe, Bierdosen, Zigaretten und Glasscherben liegen auf dem Boden. Manche Zimmer haben schon Moss angesetzt. Man kommt sich vor wie in einem Horrorfilm oder Computerspiel. Hoffentlich springt nicht gleich eine Tür auf. Gespannt laufen wir durch die Gänge, Stockwerk für Stockwerk geht es nach oben bis zu Zimmer 801. Gefunden!

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Kommentare: 2
  • #1

    Ela (Donnerstag, 28 April 2016 22:22)

    Boah, seid ihr mutig. Ich hätte bestimmt Schiss gehabt. Sieht echt unheimlich aus und die Vorstellung sich bis Zimmer 801 vorzuarbeiten.... Aber dafür habt ihr jetzt echt coole Bilder. Zum Glück habt ihr da wieder heil raus gefunden. Was könnte da schönes entstehen wenn die diese Horrorbude abreisen würden.
    Der baumkzchdn war bestimmt voll lecker.
    Alles Gute für die nächsten Entdeckungen.

  • #2

    Michaela (Samstag, 30 April 2016 19:01)

    Sehr cool