Im Führerbunker brennt noch Licht!

Wir sitzen im etwas düsteren und spartanisch eingerichteten ehemaligen Offizierskasino und trinken Kaffee. Im Hintergrund singt leise Hans Albers. Klingt strange, ist es auch!

Mittlerweile sind wir in Masuren angekommen. Der Weg durch viele kleine Orte mit jeweils mindestens einem bewohnten Storchennest, führt uns spontan zum ehemaligen Führerhauptquartier "Wolfsschanze". Man kann dort auch campen und so beschließen wir über Nacht zu bleiben. Ich mache abends mein erstes Feuer der Reise und Michi zaubert was Leckeres im Dutch Oven. 
Am nächsten Tag regnet es immer mal wieder, aber wir können uns trotzdem die weitläufige Anlage anschauen. Und so kommen wir unter anderem am Bunker von Hitler und Göring, dem Reichssicherheitsdienst und schließlich auch der Lagebaracke vorbei, in der 1944 das Attentat auf Hitler verübt wurde. 
An jedem Gebäude hängt ein Schild "Betreten streng verboten" (woran wir uns natürlich nicht halten), das meiste ist verfallen und man kann sich nur schwer vorstellen, dass vor ungefähr 75 Jahren hier das militärische Lagezentrum des Führungsstabs der deutschen Wehrmacht war. Hitler hat mehrere Jahre hier gelebt und seine Pläne geschmiedet. 
Eigentlich wundern wir uns, dass es so gut wie keine Informationen und Fotos auf Schautafeln oder ähnlichem gibt. Keiner der Bunker wird erhalten, alles verfällt nach und nach. Vielleicht eine Frage der Finanzierung. Dabei würde dieser geschichtsträchtige Ort sehr viel mehr hergeben. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0