Erste Erkenntnisse - Teil 2

- Ein Phänomen: auch außerhalb des Rockys (in Schwimmbädern, auf Spielplätzen oder großen Wiesen) neigt Familie Gerlach dazu, sich schnell wieder auf den gewohnten zwei Quadratmetern aufzuhalten. 
- Der Vorteil von so wenig Wohnraum besteht darin, dass sich die Hausarbeit in zwei Minuten erledigen lässt.
- Wir sind mittlerweile echte Outdoor-Wickelexperten geworden und Lina kann demnächst einen Spielplatz-Führer schreiben.

Slowakei:

- Wie auch schon in Tschechien gibt es hier jede Menge Autoschrauber, sollte also mal der Rocky nochmal Hilfe brauchen, dürfte das hier kein Problem sein. 
- Selten haben wir so saubere öffentliche Toiletten gesehen! 
- Sogar in den großen Märkten gibt es keine CDs mehr zu kaufen!
- Es gibt ganz oft freies WLAN in Geschäften, Restaurants und öffentlichen Plätzen.
- Hier wird wieder in Euro bezahlt. Für nur drei Euro habe ich in einem kleinen Laden auf dem Land 8 Brötchen, ein Brot, zwei mal Milch und Äpfel eingekauft! In den Städten und größeren Geschäften sind die Preise deutlich höher.
- Essen gehen ist recht günstig und ganz schön lecker.
- Leider liegt hier auffallend viel Müll in der Natur herum.
- Michi: "Autofahren hat in Tschechien mehr Spaß gemacht, da sind wenigstens alle einheitlich zu schnell gefahren!"

Ukraine 

- Es gibt Schlaglöcher die sind so groß, dass locker Lina's gesamter Geburtsvorbereitungskurs darin baden könnte. (Hanna hier ist ist das Pfützenparadies!)
- Aber: je schlechter die Straßenverkehrhältnisse sind, desto länger schläft Lina beim Auto fahren. 
(Anja ich bin in Gedanken so oft mit dir auf namibischen Schotterstraßen unterwegs, es ist heiß und es läuft "Johnny Clegg"...)
- Es gibt auch in der Stadt ganz viele Tante Emma Läden (mit Theke) die alle ungefähr das gleiche verkaufen, sehr viele Apotheken und Märkte auf denen man wohl so ziemlich alles für einen Appel und ein Ei bekommen kann. Lina hat für ungefähr einen Euro Crocs made in Ukraine bekommen. In rosa.
- Es ist schon spannend für uns plötzlich kein Schild mehr lesen zu können (kyrillische Buchstaben) und kein Wort zu verstehen, aber mit deutsch/englisch, Händen und Füßen kommen wir prima klar. Und ein freundliches "Dobry Den" samt Lächeln schadet auch nie.
- Die Ukrainerinnen machen sich gerne schick. Roter Lippenstift, Röckchen und High Heels zum Einkaufen oder auf dem Spielplatz ist an der Tagesordnung. Da komme ich mir mit meinen Jeans und dreckigen Turnschuhen ziemlich verloddert vor.
- Das einfache Landleben wirkt sehr ruhig. Es fahren kaum Autos, weil wenige Leute eins besitzen. Die alten Leute sitzen vor den Häusern und schauen sich das Treiben an oder unterhalten sich. Ich fühle mich wie inmitten einer Erzählung meiner Eltern über ihre Kindheit. Die Menschen wirken zufrieden obwohl sie nach unseren Maßstäben nicht viel haben. Wenn wir mit unserem Rocky und seinem deutschen Kennzeichen langsam auf den holprigen Straßen vorbei fahren, werden wir interessiert beäugt und wenn wir zu Fuß auf Leute treffen, werden wir auch mal angesprochen. Verstehen tun wir nichts, aber es klingt freundlich. 

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